Die neueste Version des SystemManager bringt umfangreiche Verbesserungen bei der Berechnung von Wälzlagern und integriert Aktualisierungen gemäß ISO 16281:2025.
Bei Kegelrollenlagern wird die effektive Rollenlänge (Lwe) nun an der Rollenkegeloberfläche statt an der Rollenachse definiert. Außerdem wurde das Standardrollenprofil leicht angepasst, um aktuellen Normvorgaben zu entsprechen.
Die Näherungsfunktion für Randspannungen basiert nun auf der Position der Scheibe statt auf deren Index, was die Genauigkeit bei Rollenlagern deutlich erhöht. Die Toleranztabellen wurden gemäß ISO 492 (2023-08) aktualisiert und decken nun einen größeren Durchmesserbereich ab als zuvor.
Neue Diagramme für orthogonale Schubspannungen ermöglichen es Ingenieur*innen, die Schubspannungsverteilung entlang verschiedener Achsen zu analysieren. Für Rillenkugellager wird zudem der freie Neigungswinkel nun als Ergebnis ausgegeben. Bei Kugellagern wird in Fällen von abgeschnittenen Druckellipsen zusätzliche Pressung gemäß der Methode von Frantz und Leveille berechnet; außerdem kann ein Kerbwirkungsfaktor als Eingangsgröße angegeben werden.
Die neue Version erlaubt außerdem die Bewertung des Kontaktverhaltens zwischen Rollenende und Schulter. Die Geometrie des Rollenendes wird dabei über einen Radius und einen Mittelpunkt definiert, und die resultierende Kontaktellipse wird in einem Diagramm visualisiert.
Zusätzlich wurden die Wälzlagerdatenbanken von SKF und NSK aktualisiert, sodass Anwender*innen stets auf die neuesten Katalogdaten zugreifen können.
Mit diesen Erweiterungen bietet der SystemManager ein noch leistungsfähigeres Werkzeug für präzise, normgerechte Wälzlageranalysen in komplexen Antriebsstrangsystemen.